#1

Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 18.11.2016 13:48
von Sboernemeyer • 147 Beiträge | 523 Punkte

Glück auf! Zusammen,
nachstehend ein Test.
Bitte bewertet doch das Bild.
Gerne Fehler bzw Kritik offen äußern.
Es handelt sich um den rohen Bilderstapel nach Export in TIF16 und entschärfen.
Dahab würde es zusammengerechnet und in JPG exportiert
Vielen Dank
Gruß
Sven

Nachstehend Making of Daten:

SysNr: 1846
Größe: KS (Kleinstufe) ca. 2x3 cm
Mineral / Paragenese: Realgar xx
Fundort / Gebiet / Land: Gatchell Mine, Adam Peak, Humboldt County, Nevada, USA

xx auf Matrix Kristalle bis 2,99mm
--------------------------------------------------------------------------------------
Kamera: SONY a7II
Format: Vollformat 36mm
Auflösung: 6000x4000
Dateiformat: RAW(.ARW)-TIF(16bit)-JPG
Objektiv: Schneider Componon-S 50mm f2.8
Blende (f): f2.8
ISO: ISO100
Belichtung (s) / Belichtungskorrektur (EV): 1/5s / 0EV
--------------------------------------------------------------------------------------
Bildbreite (mm) / Abbildungsmassstab (n:1): 10,5mm / 3,4:1
Stackabstand (mm) / Schrittgrösse (mm) / Anzahl Bilder: 8,7746mm / 0,057mm / 146
Stativ: Stonemaster StackUnit
Beleuchtung: Stonemaster SuperNova mit Diffusor
Tubuslänge - Sensorebene bis Objektivanschlüsse (mm): 307,25mm
Tubuslinse: -
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Stacking-Software: HeliconFocus /C
Workflow: LR: entschärfen, Export TIF16, Übergabe Helicon,
Staubschutzkarte: nein
Beschnitt in %: -
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Besonderes: ROH Stack zur Qualitätskontrolle
Aufnahmedatum: 18.11.2016
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#2

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 18.11.2016 14:47
von Edgar Müller • 43 Beiträge | 840 Punkte

Hallo Sven,

Warum fotografiert man einen abgebrochenen Realgarkristall ?
Insgesamt kommt mich das Foto unscharf vor. Dies könnte man eventuell noch mit der Bildnachbearbeitung verbessern.
Von einer Kleinbildformat-Kamera hätte ich mehr Brillanz und Klarheit erwartet.
Ich denke das liegt an dem Auszug von 305 mm bei dem verwendeten Schneider Componon-S 50mm f2.8.

Wie kommt man bei einer Bildbreite von 10,5 mm auf eine Schrittgröße von 0,057 mm (eigentlich 0,150mm)
eventuell hast du auf den Stackabstand 2 bzw. 3 Fotos gemacht (das machen viele, unsinnigerweise zwischenzeitlich)
Stackabstand (mm) / Schrittgrösse (mm) / Anzahl Bilder: 8,7746mm / 0,057mm / 146
Soll wohl heißen gesamte Stacktiefe (mm) / Schrittgröße oder Stackabstand (mm) / Anzahl Bilder
Bei 146 Bildern und einer Schrittgröße von 0,057 hättest du eine Stacktiefe gesamt von 8,322 mm (zu 8,7746 mm)

Mache einmal das Foto nochmal mit einer Schrittgröße von 0,150mm und 57 Aufnahmen, würde mich interessieren ob das Foto schlechter oder besser wird!
Das ist schon mal ein Fortschritt, endlich mal ein Foto von dir zu sehen! :-)

Gruß
Edgar



zuletzt bearbeitet 18.11.2016 14:59 | nach oben springen

#3

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 18.11.2016 16:46
von Sboernemeyer • 147 Beiträge | 523 Punkte

Hallo Edgar,
vielen Dank
Der Realgar war grad greifbar
Ja das Bild ist unscharf
Die gefertigten Einzelbilder würden im Lightroom entschärft (schärferegler auf 0)
Gut merke: 305mm Auszug ist für das Componon nicht geeignet
Nur so komme ich aber auf bis zu ca 5:1
Die Schrittweite gebeichtet mit deinem SCHÄRFENTIEFERECHNER ausgerechnet
Vielleicht mache ich da etwas falsch
Es hätten ursprünglich 155 Bilder werden sollen (gem. Berechnung)
Es sind aber nur 146 geworden
Werde den Stack dann nochmal neu fertigen
Mit 0,150mm mit 57 Aufnahmen
Und: es soll jetzt mehr Bildmaterial folgen

Wie ist das bei OLYMPUS:
Stabi an oder aus ?
Viele empfehlen den stabi auszuschalten wenn am Stativ hier PS3 gearbeitet wird

Habe gelesen wenn der stabi am starren Stativ arbeiten soll, so entwickelt er ggf ein Eigenloben und schwingt obwohl er nicht muss


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#4

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 18.11.2016 17:48
von Edgar Müller • 43 Beiträge | 840 Punkte

Hallo,
mit meinem Tiefenschärferechner müsstest du aber auf ein anderes Ergebnis kommen.
Du gibt's bei Bildbreite 10,5 ein, dann Blende 2,8 und bei Chipgröße 36 mm, dann bei Zerstreuungskreis 0,030.

Deine Berechnung war richtig! Ich hatte doch tatsächlich vergessen dass du mit einer Kleinbildformat-Kamera fotografierst.
Bitte das Foto nicht nochmal machen, macht keinen Sinn mit den Angaben die ich dir genannt hatte.

Verstehe nicht so ganz wieso da so ein kleiner Wert herauskommt. Ich werde das nachher wenn ich Zuhause bin nochmals Überprüfen.

Sorry dass ich dir da ein falsche Angabe gemacht habe!

Gruß
Edgar



zuletzt bearbeitet 19.11.2016 18:34 | nach oben springen

#5

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 19.11.2016 18:28
von Edgar Müller • 43 Beiträge | 840 Punkte

Hallo,

ja es war schon richtig, die Berechnung der Tiefenschärfe. Wußte zwar das die Tiefenschärfe mit größerem Sensor kleiner wird. Hätte allerdings nicht gedacht, dass es so viel ist.
Mit dem Olympus Sensor einen Stackabstand von 0,150mm und mit deinem Kleinbildsensor-Format ist der Stackabstand 0,056mm. Das heißt wiederum wegen deines Sensors musst du dann 3 mal soviel Aufnahmen machen. Das ist heftig, hätte ich nicht gedacht. Eventuell kannst du das Objektiv 3 Blenden abblenden, dann werden es weniger Aufnahmen.
Ich weiss auch nicht so richtig ob dieses Objektiv für solche Aufnahmen geeignet ist. Es wird sehr häufig in der Portraitfotografie verwendet und hat sicherlich dort bessere Stärken.
Warum machst du solche Aufnahmen nicht mit einem 40 er bzw. 63er Luminar oder 38er Zuiko. Das wären die Ergebnisse sicherlich besser.

Gruß
Edgar



zuletzt bearbeitet 19.11.2016 18:38 | nach oben springen

#6

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 19.11.2016 18:48
von Sboernemeyer • 147 Beiträge | 523 Punkte

Hi Edgar
Die Linse ist aus einem Vergrösserer
War nen Tipp von Wolle (1:1 - 5:1)
Wenn ich fragen darf: wie errechnest du genau die Stackabstände (Formel)
Hätte auch nicht gedacht dass Crop2 zu VF soviel mehr an Aufnahmen ausmacht.
Werd mich mehr den Luminare widmen.
Woher stammt eigentlich die Rmpfehlungvdie Raynox DCR250-250 in Retro vircdie Luminare zu setzen - nur wegen der ca 20% höheren Auflösung ?
Distanz Raynox Luminar soll ja bis zu 70mm betragen:
Bei mir führt das zu Abschattungen
Welche Tubuslängen (Sensor Bis Objektebenen) haben sich für die Luminare 63 40 w5 und 16mm bewährt?
Die ZEISS Datenblätter sind da ja sehr großzügig so nenn ich es mal.
Gruß aus OB
Sven


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#7

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 19.11.2016 18:53
von Sebastian Haschke • 73 Beiträge | 404 Punkte

Hallo Sven,
Du bringst schon wieder zwei Themen durcheinander. Es wurde doch schon einge male erklärt.
Es gibt einen Unterschied zwischen Tubus und Relaiselinse.
Die Empfehlung stammt von Kurt Wirz der diese Angabe aber wieder revidiert hat und meint, lieber keine Relaiselinse verwenden, bringt nix.
Nimm nen Luminar und poste das Bild.
Gruß Sebastian


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#8

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 19.11.2016 19:10
von Sboernemeyer • 147 Beiträge | 523 Punkte

Relaislinse gut
Edgar arbeitet ja z.B. So - gem Making of Daten - finde diecAugnahmen fantastisch
Ich gab alles darauf ausgelegt dass ich did Relaislinse dazwischen hab
Ich benötige eine gewisse Eintauchtiefe vom Objektiv
Wenn ich nicht min 40mm Verlängerung durch den Binärtubus hab, do kann ich die Supernova nicht weit genug durchdringen um passend zu fokussieren


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#9

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 19.11.2016 19:18
von Sebastian Haschke • 73 Beiträge | 404 Punkte

Mein Setup ist auch darauf angelegt.
Nur weil andere gute Ergebnisse damit haben muss ja nicht heissen das es ohne nicht besser wäre oder? Laut Kurt gibt es keine Messungen die einen Vorteil in diesem Aufbau sehen.
Gruß Sebastian


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#10

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 20.11.2016 11:17
von Rainer Ernst • 453 Beiträge | 1124 Punkte

Hallo an alle Raynox-Zweifler,
es gibt Messungen die eindeutig eine Verbesserung der Auflösung zeigen, Namhafte Fotogafen haben das bestätigt und in Mindat.org und anderen Foren wurde auch darüber berichtet.

Vieleicht kann Volker mal dazu Stellung nehmen.

Gruß
Rainer


"Die Erinnerung an gute Qualität hält länger als die kurze Freude über einen niedrigen Preis°
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#11

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 20.11.2016 15:42
von Volker Betz • 24 Beiträge | 115 Punkte

Tubuslinse oder nicht.

Hallo,

Beim den 25 mm Luminaren und Photaren vergrößert eine Raynox 250 die Apertur und damit die Auflösung. Das wurde schon vor etwa 5 Jahren diskutiert.



Unendlich Objektive wurden ursprünglich dafür konstruiert dass man zwischen Frontobjektiv und Tubuslinse weitere optische Elemente wie Filter und Strahlenteiler anbringen kann, davon kommt der maximale Abstand von 70 mm, man muß das aber nicht machen. Ich verwende durch Adapter und Irisblende bedingt ca. 10 mm und habe damit gute Ergebnisse und keine Abschattung der Ecken.

Manche objektive wie das 63 mm Luminar und das 40 mm Luminar haben schon die optimale Apertur und ausreichend großen Arbeitsabstand und die Verwendung einer Tubuslinse macht keinen Sinn.

Die Lupenobjektive kürzerer Brennweite (die 25 mm und darunter) haben eigentlich eine zu kleine Apertur. Für 10 fach sollten es mehr als 0,25 sein.

Nicht vergessen dürfen wir dabei, dass wir an der Grenze der Pixelbedingten Unschärfe arbeiten. Bei obigem Bild ist das ganz klar am 63 mm Luminar sichtbar..
Vollformat ist hier im Verglich zu 4/3 oder APSC nur dann besser wenn auch entsprechend stärker vergrößert wird z.Beispiel 16 x statt 10x (oder 8x statt 5x)

Mit 50 mm Objektiven 5 fach vergrößern zu wollen ist nicht optimal, da braucht man ja 300 mm Bildweite. Die Vergrößerungsobjektive sind dann gut wenn es sich um Apochromaten handelt, bei anderen ???

Bei Raynox taucht immer wieder die Frage auf: Raynox 150 (210 mm) oder 250 (125 mm). Beides geht, für die 150 braucht man aber größere Bildweiten, es gibt auch 400 mm Tubuslinsen. Ich arbeite nach dem Motto : So viel Tubus (Bildweite) wie nötig aber so wenig wie möglich.

Grüße

Volker




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zuletzt bearbeitet 20.11.2016 17:26 | nach oben springen

#12

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 20.11.2016 19:26
von Sebastian Haschke • 73 Beiträge | 404 Punkte

Hallo Volker,
Den letzten Teil mit der Raynox als Tubuslinse habe ich nicht verstanden.
Will man die selbe Vergrößerung erhalten, muss man mit der DCR250 den Auszug verlängern. Mit der DCR150 entsprechend weniger.
Gruß Sebastian


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#13

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 21.11.2016 14:49
von Volker Betz • 24 Beiträge | 115 Punkte

Bezüglich Tubuslinsen gibt es noch Forschungsbedarf. In der Industrie werden die Tubuslinsen mit Tuben verwendet und die Vergrößerung ist nicht variabel.
Die kommerziellen Geräte verwenden z.B. ein Objektiv, danach Strahlenteiler und dann eine Tubuslinse von 200 mm und eine von 400 mm und zwei Kameras an einem 200 und einem 400 mm Tubus.. So bekommt man gleichzeitig zwei Bilder mit zwei unterschiedlichen Vergrößerungen..

Wir Stacking freaks verwenden die Tubuslinse vorne am Balgen und können den Auszug variieren. Interessanterweise bennötigt man für eine Raynox 250 200 mm Bildweite um 10-fache Vergrößerung mit einem 10 fach Objekltiv zu erzielen. Was man mit einem 150 Raynox erzielt habe ich noch nicht gemessen. Die Mühe lohnt sich nur wenn man gleichzietig mit einem Zeiss-Target die Auflösung ermittelt.

Das wäre evtl was für einen Work-shop für diejenigen die das wissen möchten.


Das 250 Raynox ist aber brauchbarer Kompromiss. Es lassen sich aber alle guten Festbrennweiten ab 100 mm als Tubuslinse verwenden.

Grüße

Volker


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#14

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 21.11.2016 15:00
von Sebastian Haschke • 73 Beiträge | 404 Punkte

Es kommt auf die Vergrößerung an die man erreichen will. Um auf 20 fache Vergrößerung zu kommen braucht man auf 200mm korrigierte Objektive eine Tubulinse mit 200mm brennweite und einen Auszug von 200mm. nimmt man eine 100mm Tubuslinse mit dem selben Auszug, halbiert man die Vergrößerung. Wenn man das will OK, aber ich will mein 20x als olches gebrauchen. Deshalb raynox 150.
Gruß Sebastian


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#15

RE: Bewertung des Bildes bzw Stackingverfahrens

in Bewertung von Fotos 21.11.2016 15:27
von Edgar Müller • 43 Beiträge | 840 Punkte

Genau aus dem Grund benutze ich ebenfalls die Raynox 150 mit meinem 20x Mitutoyo.

Gruß
Edgar Müller


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