#1

Fragen zur Auszugslänge

in Hotline zur Fehlerbehebung und praktische Tipps 11.01.2017 08:56
von Matthias H. • 5 Beiträge | 9 Punkte

Hallo zusammen,

Ich bin jetzt gerade dabei mit der Anlage zu üben.
Allerdings habe ich noch Probleme die Auszugslänge zu ermitteln.
Ich habe folgende Objektive:
Zeiss Luminar 16
Zeiss Luminar 25
Nikon U Plan 10
Nikon U Plan 20
Mitutojo M Plan APO 10
USMCO M Plan APO 10
USMCO M Plan APO 20
Raynox 150 und 250

Bei Mitutojo und USMCO steht es drauf.
Aber bleibt das auch so, wenn ich Raynox Linsen nutze?
Und wie ändern sich die Auszugslängen bei den anderen Objektiven mit und ohne Raynox?

Das wäre echt super, wenn mir einer bei diesem Thema helfen könnte.

Viele Grüße
Matthias


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#2

RE: Fragen zur Auszugslänge

in Hotline zur Fehlerbehebung und praktische Tipps 11.01.2017 09:18
von Rainer Ernst • 449 Beiträge | 1106 Punkte

Hallo Matthias,

im Zweifelsfalle mache ich das immer so:

ich baue das/die Objektiv (e) zusammen, nehme einen Zollstock, ein Blatt Papier und gehe raus an einen sonnigen Platz.

Dann halte ich das Objektiv so, dass auf dem Blatt Papier ein Brennpunkt entsteht .(Vorsicht ! dass Papier nicht brennt )

Dann kannst du sehr schön die Mindest-Tubuslänge ermitteln.

Bei den Luminaren kannst du je nach gewünschtem ABM die Tubuslänge variieren.
Das ermittelte Maß ist aber die optische Tubuslänge.
Die mechanische Tubuslänge musst du unter Berücksichtigung des Auflagemaßes ausrechnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Auflagema%C3%9F

Die richtige Tubuslänge bei den Mikroskopobjektiven hast du dann,

wenn:

Sensorbreite / Bildbreite = Vergößerungsangabe auf dem Objetiv

Die BB misst man am Besten mit einem Objektmikrometer.

https://de.wikipedia.org/wiki/Objektmikrometer

ca. 10 - 50€


"Die Erinnerung an gute Qualität hält länger als die kurze Freude über einen niedrigen Preis°


zuletzt bearbeitet 11.01.2017 09:20 | nach oben springen

#3

RE: Fragen zur Auszugslänge

in Hotline zur Fehlerbehebung und praktische Tipps 11.01.2017 10:03
von Sboernemeyer • 145 Beiträge | 512 Punkte

Hallo Matthias,
Willkommen.
Wie sieht denn deine Anlage genau aus:
Welche Kamera?
Wie verlängerst du deinen Auszug?
Bei den Mikroskopoptiken ist es so: wenn etwas draufsteht (zB 160 170 210 oder so) ist die Tubuslänge strikt einzuhalten
Steht nicht drauf oder unendlich oder infinite oder die liegende acht oo don't ist es unendlich
Bei den unendlichen Objektive brauch hast du eine passende Tubuslinse
Bei den Mitus typischerweise die Raynox 150 mit 210mm Brennweite
Fuer die anderen endlichen Objektive kannst du zB bei den Luminaren kleiner gleich 25mm (also 25mm und 16mm) die DCR250 in Retro nutzen
So Erhalts du eine Steigerung der Auflösung um ca 20%
WICHTIG: Luminare NICHT abblenden
Viel Spaß hier
Gruß aus Oberhausen
Sven


Fototechnik: SONY Alpha (a7II Vollformat, a5000 CROP)
Setup: Stonemaster StackUnit mit PS3, StackMaster, XY, MKT mit Halterungen)
Beleuchtung: Stonemaster SuperNova 8x LED-Segmentleuchte
Optiken: im wesentlichen ZEISS Luminare, NIKON Mikroskopobjektive (BD Plan / M Plan) tlws ELWD
Relais/Tubuslinse: Raynox DCR250 in Retrostellung
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#4

RE: Fragen zur Auszugslänge

in Hotline zur Fehlerbehebung und praktische Tipps 11.01.2017 11:17
von Sebastian Haschke • 73 Beiträge | 400 Punkte

Wichtig ist auch immer zu beachten das von der angegebenen Zahl z.b. 210, immer 10 noch abgezogen werden müssen.
Bei den unendlichen gilt die Tubuslänge ab der Tubuslinse: denn ab da wird der vorher parallele Strahl gebündelt und bildet bei der angegebenen Tubuslänge das beste Bild.
Also ab der Raynox 150 ungefähr 10x fache Vergrößerung mit der Raynox 250 um die 6,5 fache Vergrößerung wenn die Tubuslänge eingehalten wird.
Gruß Sebastian


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#5

RE: Fragen zur Auszugslänge

in Hotline zur Fehlerbehebung und praktische Tipps 11.01.2017 11:25
von Sboernemeyer • 145 Beiträge | 512 Punkte

Erklärung zu Sebastians Tubuslänge 210mm
Die 10mm werden im endlich System abgezogen, da das Auflagemass der Okulare meist 10mm betraegt
Also:
210mm Tubuslänge (z.B. Bei zelteten Nikon -10mm = 200m)
Diese Laengen sollten peinlichst eingehalten werden
Am besten mit einem Balgen oder Schiebetubus anpassen
Es macht durchaus Sinn die Bildbreite vorher mit dem Objektmikrometer bis auf eine Nachkommastelle zu ermitteln
ZB mit einem Objektmikrometer mit 0,1mm Teilung
Grob reicht aber auch Millimeterpapier
Einstellung der Vergroesserung vornehmen
Objektmikrometer einigermaßen ausrichten
Scharf stellen so gut es geht
Bildbreite anhand der abgebildeten Teilstriche ermitteln
Nun kann man recht genau die Stackschritte errechnen:
Bildbreite / 100
Dann das Ergebnis noch einmal geteilt durch 2
So hat man dann die Schrittgroesse anhand der go Formel (basiert auf Erfahrung - nicht meine)
Gruß
Sven


Fototechnik: SONY Alpha (a7II Vollformat, a5000 CROP)
Setup: Stonemaster StackUnit mit PS3, StackMaster, XY, MKT mit Halterungen)
Beleuchtung: Stonemaster SuperNova 8x LED-Segmentleuchte
Optiken: im wesentlichen ZEISS Luminare, NIKON Mikroskopobjektive (BD Plan / M Plan) tlws ELWD
Relais/Tubuslinse: Raynox DCR250 in Retrostellung


zuletzt bearbeitet 11.01.2017 11:25 | nach oben springen

#6

RE: Fragen zur Auszugslänge

in Hotline zur Fehlerbehebung und praktische Tipps 13.01.2017 20:55
von Matthias H. • 5 Beiträge | 9 Punkte

Hallo Zusammen,

Vielen Dank für eure Tipps!
Ich habe mich fach der Arbeit noch mal ran gesetzt und ein paar Probeaufnahmen gemacht.
Allerdings nur mit dem 16 mm Luminar. Für mehr hat die Zeit leider noch nicht gereicht.
Ich bin auch noch nicht ganz mit meinem Ergebnis zufrieden.

Gerdtremmelit,
Zeiss 16mm,
215mm Auszug,
mit Irisblende,
Supernova,
Stackmaster, Abstand 0,6087mm, Schritt 0,01mm, 62 Bilder, BB ca. 1,5mm
Canon Eos 500D, Manuell, 1sec. Belichtungszeit, ISO100, jpeg,
HF MethodeB 4/4,
LR nachgeschärft

Was sagt ihr dazu?

Viele Grüße
Matthias





zuletzt bearbeitet 13.01.2017 21:07 | nach oben springen

#7

RE: Fragen zur Auszugslänge

in Hotline zur Fehlerbehebung und praktische Tipps 13.01.2017 21:20
von Sboernemeyer • 145 Beiträge | 512 Punkte

Hi Matthias,
Was mir als erstes in den Sinn kommt: Luminare sollten NICHT abgeblendet werden.
Evtl mal Parameter bei HF auf 10/2 ggf mal Pyramide C probieren
Sie erreichen Ihre optimale Auflösung bei Offenblende.
Und: JPG im Endergebnis oder out of Cam?
Gruß aus Oberhausen
Sven


... ich wollte noch Danke sagen ...


zuletzt bearbeitet 13.01.2017 21:22 | nach oben springen

#8

RE: Fragen zur Auszugslänge

in Hotline zur Fehlerbehebung und praktische Tipps 13.01.2017 22:10
von Edgar Müller • 43 Beiträge | 798 Punkte

Hallo Matthias,

Das 16er Luminar ist ein sehr gutes Objektiv, allerdings wegen des geringen Arbeitsabstandes nicht einfach zu handhaben.
Der Arbeitsabstand liegt beträgt ca. 5-6 mm bei deiner Auszugslänge.
Der Stackabstand bei einer Bildbreite von 1,5 mm beträgt nach meiner Berechnung ungefähr 0,006mm. (lieber 0,005 als 0,008 benutzen)
Der von dir verwendete Stackabstand von 0,01mm ist zu groß und das könnte der Grund für die Unschärfe des Bildes sein.
Mit Helton Fokus im B-Modus Einstellungen (meine Erfahrungen) 38 / 4
Sollten es deutlich mehr als 100 Fotos werden dann den C-Modus probieren bzw. ZereneStacker benutzen.

Beste Grüße
Edgar Müller



zuletzt bearbeitet 13.01.2017 22:11 | nach oben springen

#9

RE: Fragen zur Auszugslänge

in Hotline zur Fehlerbehebung und praktische Tipps 13.01.2017 23:57
von Sebastian Haschke • 73 Beiträge | 400 Punkte

Das luminar wird allerdings aufgrund der niedrigen Na von vielen 10x Objektiven in Sachen Auflösung geschlagen. Diese sind allerdings nicht ganz so flexibel.


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