#1

Andreas Puhlmann stellt sich vor

in Mitglieder stellen sich vor 12.02.2018 12:58
von Andreas Puhlmann • 6 Beiträge | 94 Punkte

Hallo,
nachdem ich mich vor über einen Monat angemeldet habe, möchte ich mich auch einmal vorstellen.
Meine Name ist Andreas Puhlmann. Ich bin 1952 geboren und wohne in Dresden. Seit 3 Jahren bin ich im „Ruhestand“ und habe davor lange als Konstrukteur für Bahnantriebe gearbeitet. Ebenso so lange fotografiere ich schon, gemeinsam in einer kleinen Gruppe. In den letzten Jahren habe ich mich verstärkt mit der Sach- und Makrofotografie beschäftigt und dafür meine technischen Standards entwickelt. Die nutze ich jetzt auch für ein weiteres Hobby, die Sammlung von Mineralien. Leider kann man in den sächsischen Fundstellen kaum noch ordentliche große Stufen finden. Zudem ist meine Lagerkapazität in unserer Wohnung begrenzt und auf Grund meines Alters bin ich auch nicht mehr gewillt tonnenweise Steine aus den Gruben zu schleppen. Mein neues Ziel ist deshalb das Sammeln von Micromunt Stufen und deren fotografische Dokumentation. Dafür habe ich folgende Zielstellung:
- Objektgröße 3,6 x 2,4mm > 10 mal vergrößert für Vollformatsensor Nikon 36 x 24mm
- Ergebnis: Foto der Stufe mit einer Größe von 36 x 24 cm und 300 dpi Druckerauflösung
Von der Makrofotografie habe ich folgende Technik:
- Nikon D810
- Contax Balgengerät
- Stackshot Schlitten mit Steuerung von Cocnisys
- Reprogestell RS1 von KAISER
- Helicon Remote und Helicon Focus
Für die Mikrofotografie habe ich bisher folgende Technik gesammelt:
- Diverse Mikroskope und Mikroskopobjektive von Carl Zeis Jena, Leitz und Mitutoyo
- haloluc HL Leuchtquelle von Streppel mit entsprechenden Lichtleitern
- Zeiss Tubuslinse mit Tubus von Askania Rathenow
- Raynox DCR-150 Tubuslinse
- Diverser Adapterringe und Tubussets von Stonemaster
- Auflicht Testchart Strichline mit 0,01 mm
Zum Stonemaster Forum bin ich im November über Matthias Reinhard gekommen. Er hat mir sehr viele Tipps für die Mikrofotografie von Micromount Stufen gegeben. Dafür noch einmal herzlichen Dank. Genau möchte ich mich bei Rainer Ernst für die schnelle Lieferung, auch von Sonderteilen, bedanken.
Da ich keinen Roman schreiben will, werde ich jetzt nicht auf meine bisherigen Tests eingehen, sondern nur kurz ein aktuelles Ergebnis vorstellen:
>41-apu_Fluorit_1019-05-02-2018-MIN.jpg<
Mit diesem Ergebnis bin ich noch nicht zufrieden. Die Schärfe (Auflösung) und die Beleuchtung entspricht noch nicht meinen Vorstellungen.
Die Aufnahme wurde mit folgenden optischen Aufbau angefertigt:
>ANP02116.JPG<
Das Mitutoyo Plan APO 10x war über die entsprechenden Adapterringe direkt an die Raynox Linse angeschraubt (Tubuslänge = 30 mm). Die Tubuslänge von der Raynox Linse bis zum Nikon-F Anschluss ist 84 mm. Hier noch eine Übersicht die kompletten Einrichtung:
>ANP02179.JPG<

Ich hoffe, das ich in diesem Forum meinen Beitrag leisten und von euren Erfahrungen lernen kann.


Mit diesem Beitrag wurden folgende Inhalte verknüpft
41-apu_Fluorit_1019-05-02-2018-MIN
ANP02185_Aufbau_6


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#2

RE: Andreas Puhlmann stellt sich vor

in Mitglieder stellen sich vor 12.02.2018 14:13
von Rainer Ernst • 449 Beiträge | 1106 Punkte

Hallo Andreas,
vielen Dank für deine ausführliche Vorstellung.
Zu deinem Aufbau mit der Raynox DCR-150

Der Tubus zwischen Raynox und Kameraanschluss ist mit 84 mm eindeutig zu kurz.

Die optische Tubuslänge (Hauptachse Raynox bis Sensor) muss min. 208mm betragen.
Die technische TL ergibt sich abzüglich des Auflagemaßes der Kamera (AM = Kameranschluss bis Sensor)

Gruß
Rainer


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#3

RE: Andreas Puhlmann stellt sich vor

in Mitglieder stellen sich vor 13.02.2018 16:39
von Andreas Puhlmann • 6 Beiträge | 94 Punkte

Herzlichen Dank für den Tip. Ich habe das Objekt neu fotografiert (Galerie >apu_43_2018-02-13 12-02-43 (B,Radius8,Smoothing4).jpg<). Dabei war LTK ( s. Bild >apu_stonemaster_Kombination_01.jpg< in der Galerie) = 210mm. Das Ergebnis ist wesentlich besser als das alte >41-apu_Fluorit_1019-05-02-2018-MIN.jpg<. Kann das optimale Maß für LTK berechnet werden? Im Katalog für der Firma Edmund Optics ist für deren Tubuslinsen immer ein genauer Wert angegeben. Das müsste bei der Raynox Linse eigentlich auch so sein.
HG Andreas Puhlmann


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#4

RE: Andreas Puhlmann stellt sich vor

in Mitglieder stellen sich vor 13.02.2018 18:19
von Sboernemeyer • 145 Beiträge | 512 Punkte

@ndreas:
Wie Rainer schon geschrieben hat
Um die Raynox Im unendlichen zu fokussieren gehört sie in 208mm zum Sensor
So ist sie spezifikationsgerecht eingesetzt
Glück auf!
Sven
PS: was heißt bei dir LTK


... ich wollte noch Danke sagen ...


zuletzt bearbeitet 13.02.2018 18:19 | nach oben springen

#5

RE: Andreas Puhlmann stellt sich vor

in Mitglieder stellen sich vor 13.02.2018 20:10
von Andreas Puhlmann • 6 Beiträge | 94 Punkte

Die Längen habe ich in dieser Skizze beschrieben.
Herzlichen Dank für die Rückantwort.



zuletzt bearbeitet 13.02.2018 20:13 | nach oben springen

#6

RE: Andreas Puhlmann stellt sich vor

in Mitglieder stellen sich vor 13.02.2018 22:01
von Rainer Ernst • 449 Beiträge | 1106 Punkte

Hallo Andreas,
vielen Dank für das aussagekräftige Foto.
Die Daten der Raynoxlinsen:
DCR-150 hat als Angabe 4,8 Dioptrien, daraus errechnet sich die Brennweite mit 1m : 4,8 = 208,33mm = Mindestmaß bis Sensor
DCR-250 hat als Angabe 8 Dioptrien, daraus errechnet sich die Brennweite mit 1m : 8 = 125mm = Mindestmaß bis Sensor

Da ein reelles Bild erst nach dem Brennpunkt entsteht, muss der Sensor auch unbedingt hinter dem Brennpunkt positioniert werden.

Siehe zur Erklärung bei youtube auch "Virtuelles Bild"

Den richtigen Abstand hast du auch, wenn ein 10x Objektiv auf einem Vollformat-Sensor 3,6mm BB, bei einem APS-C Sensor 2,2mm und bei einem MFT (4/3) Sensor 1,7mm ergibt.

Ermitteln durch fotografieren eines Lineals oder MM-Papier oder andere definierte Einheiten.

Wünsche viel Erfolg.

Gruß
Rainer


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zuletzt bearbeitet 13.02.2018 22:03 | nach oben springen

#7

RE: Andreas Puhlmann stellt sich vor

in Mitglieder stellen sich vor 14.02.2018 17:42
von Sebastian Haschke • 73 Beiträge | 400 Punkte

Hallo,
Ein Tipp zum genauen Einstellen:
Nur die nackte Raynox an den Schiebetubus Klemmen und die einen möglichst weiten Punkt anvisieren und versuchen ihn scharf zu stellen.
Ist er scharf, hast du die Perfekte Distanz. Von Modell zu Modell kann sich der Punkt um wenige Milimeter unterscheiden vor allem auch wenn die Raynox in Retro verwendet wird.
Beste Grüße,
Sebastian


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#8

RE: Andreas Puhlmann stellt sich vor

in Mitglieder stellen sich vor 14.02.2018 19:44
von Andreas Puhlmann • 6 Beiträge | 94 Punkte

Hallo,
danke für den Tip. Dazu noch eine weitere Frage. In welcher Stellung (Retro oder nicht) sollte ich mit dem Raynox arbeiten? Vermutlich kann ich in der Retrostellung der Abstand zum Mikroskopobjektiv kleiner sein?
HG
Andreas


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#9

RE: Andreas Puhlmann stellt sich vor

in Mitglieder stellen sich vor 14.02.2018 19:52
von Sboernemeyer • 145 Beiträge | 512 Punkte

In Retrostellung sind die Raynox Achromaten etwas besser in der Abbildungsleistung
Abstand zum Sensor sollte dadurch nicht beeinflusst werden
Ich empfehle den Test durchzuführen, so wie Sebastian vorgeschlagen hat


... ich wollte noch Danke sagen ...
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