#1

Azurit Altenmittlau 0252

in Bewertung von Fotos 18.07.2016 14:45
von Sboernemeyer • 146 Beiträge | 514 Punkte

Hier sind nun konstruktive Vorschlöge gefragt.

Habe bewusst unbearbeitet gelassen.



Sysnr: 0252, Größe: MM
Mineral: Azurit auf Matrix
Fundort / Gebiet: Altenmittlau, Hessen
Fundland: Deutschland

Kamera: SONY a7
Objektiv: CANON Macro Photo Lens 20mm f3.5
Blende: f3.5 (offen)
BB original: 4,6mm
BB crop: -
Anzahl Bilder: 53
Stackabstand / Schrittgrösse: 1,2050mm / 0,023mm
Setup/Technik: Stonemaster StackUnit / SuperNova
Tubuslänge / Auszug: 147,25mm
Tubuslinse: -
Dateiformat: RAW + JPG
Stacking-Software: HeliconFocus /B (R8, G4)
Workflow: RAW in LR importiert, entschärft (0), entrauscht (-10), Belichtung (-0,7EV), Export in TIF (Übergabe an HF)
Staubschutzkarte: -
Workflow Webausgabe: Export JPG (1600px), Schärfen für Bildschirm (STd)

Besonderes: Bild1 Methode B, Bild2 MethodeC (TIF), nach HF Ausgabe KEINE Bearbeitung

Bild1 HF Methode B


Bild2 HF Methode C


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#2

RE: Azurit Altenmittlau 0252

in Bewertung von Fotos 18.07.2016 15:03
von Klaus Schäfer • 9 Beiträge | 2476 Punkte

Gut gemacht - allerdings würde ich die Stufe (braune Krümel im Azurit) vorher etwas besser putzen. Meine Methode der Wahl: Rotmarderpinsel und fließendes Wasser (raumtemperiert) mit wenig Seife.
Abblasen (Balg, Druckluft) und Ultraschall-Reinigungsbad sind oft recht belastend für ein Stüfchen.


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#3

RE: Azurit Altenmittlau 0252

in Bewertung von Fotos 18.07.2016 15:50
von Sboernemeyer • 146 Beiträge | 514 Punkte

Reinigen wollte ich ursprünglich mit airbrushkompressor mit Druckminderer
Und Ultraschall
Der Pinsel ist eine gute Idee
Reinigung mit Wasser selbstredend Raumtemperatur (ggf Spannungsrisse)
Zur Auflösung der Oberflächenspannung und Reinigung: paar Tropfen Spüli in das Wasser (Wasser aber entmineralisiert wegen Kalkflecken)
Trocknung auf Zellstoff (ohne Heizung bzw Föhn) evtl Airbrushkompressor


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#4

RE: Azurit Altenmittlau 0252

in Bewertung von Fotos 18.07.2016 22:10
von Karlheinz Grosch • 19 Beiträge | 1480 Punkte

ich muss doch mal blöde fragen, geht es Dir um die Verbesserung des Stückes durch Reinigung (ist sicher auch ein Aspekt !) oder um die Beurteilung der Stacking Methode und den Folgerungen daraus. Wenn diese Thematik auch gemeint ist, bitte kurze Info. Ich kommentiere dann.
Gruss
Kalle


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#5

RE: Azurit Altenmittlau 0252

in Bewertung von Fotos 18.07.2016 22:12
von Sboernemeyer • 146 Beiträge | 514 Punkte

Es geht mir primär um die Stackingmethode
Will ja besser werden
Wenn ich mal etwas gut hinbekomme mache ich es ggf auch mal richtig sauber
Also Kritik bzw Verbesserungen immer gern offen


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#6

RE: Azurit Altenmittlau 0252

in Bewertung von Fotos 19.07.2016 06:45
von Karlheinz Grosch • 19 Beiträge | 1480 Punkte

o.k, dann mal los:
- mir ist aufgefallen, dass Du den Schrittabstand nach der Formel BB:100 berechnet hast. Hierzu hat mir Rainer vor ein paar Wochen erklärt, dass es (inzwischen) eine empirische ermittelte Formel gibt. Im Vergleich kommt man mit der Methode : 100 nicht nahe genug an diese Formel heran. Rainer erläuterte, das es auch noch einen anderen Rechenweg gebe, aber um sehr nahe an den absoluten Wert (kurzer Scherz neben bei: weisst Du eigentlich wie Wissenschaft sich definiert = Wissenschaft ist der momentane Stand unserer Irrtümer) zu kommen nehmen wir BB:100 - Ergebnis : 2.
Ich habe es natürlich sofort ausprobiert und es ergibt sich (neben der etwas unangenehmen Verdopplung der Bilderzahl und damit Bea) ein dichteres Grund-Bild mit mehr Detailzeichnung. Wenn Du noch tiefer einsteigen willst, sprich doch Rainer oder Edgar an.

Die von Dir gezeigten Aufnahmen nach Methode sind für mich typisch in ihrer Bildaussage und treffen auf die allermeisten Aufnahmen zu:

- Helicon Focus Stacking Methode B
+ hier werden Überstrahlungen durch das Programm ganz gut beherrscht
+ im gezeigten Fall ist die Aufnahme bzw. das Gesamtergebnis etwas dunkler, dadurch wirkt das Bild ausgewogener und intensiver
- bei dieser Methode treten leider häufig Mormorierungseffekte (sprich nicht durchgezeichnet, sondern einfach nur mormorierte Flächen) auf - siehe an den oberen grossen
Kristallen. Dieser Effekt wird durch die neue Schrittabstands-Berechnungsmethode abgemildert, da das Programm mehr Infos hat = ist vielleicht wie bei Fernsehern HD und
HD 4 oder 5 K
Überstrahlungen sind trotzdem noch vorhanden, Diese können auch im Fotoshop (leider benutze ich nur dieses Programm und kenne mich nur darin weitgehend aus) im Bereich "Nachbelichtungen" = Symbol einer Hand abgedämpft werden (= sehr gut, wenn unter der Überstrahlung noch Strukturen vorhande sind). Zweite Möglichkeit ist der Stempel mit den richtigen (Abdeckgraft nicht über 50 % und weiche Kante, sieht man nach dieser Bea noch etwas, dann die Stelle mit dem Lasso markieren, Filter = Weichzeichnungsfilter = Gausscher Weichzeichner niedrige Werte, je nach dem 4 - 15 %)
Wer eine derartig intensive Bea mit Photoshop ablehnt; kann ich verstehen, da mir die viele Arbeit auch manchmal auf den Senkel geht und wir uns natürlich auch in einem Bereich befinden, bei dem die tätsächliche Darstellung des Minerals eine besondere Bedeutung zukommt. Wer aber ein fast perfektes Superfoto erarbeitet hat, sollte auch eine intensive Bea (ohne die vorgegebene Realität zu missachten) nicht scheuen, um es zum perfekten Foto zu führen (alles meine eigene Meinung gegen die es sicher auch das eine odere andere Argument gibt. Aber wer die Werkzeuge sensibel und vorsichtig sowie bewusst anwendet wird gewisse Grenzen nicht überschreiten. Schaut Euch die Bilder der Topfotografen Mathias Reinhardt oder Edgar Müller einmal intensiv an und macht Euch gedanken über die Technik. Ihr werdet feststellen, dass beide ganz unterschiedliche Stile haben und beide die Bea unterschiedlich intpretieren.

HF Methode C
+ oft das etwas dichtere Bild gegenüber Methode B. Im Vergleich der beiden vorliegenden Fotos ist das nicht so !
+ die bei Methode B beschriebenen Mormorierungseffekte treten hier nie auf
- ich arbeite ausschliesslich mit Photaren und Luminaren. Trotzdem zeigt Methode C immer, dass Überstrahlungen zu regelrechten Scheinwerfern ausgeweitet werden,
an die traue ich mich, wenn diese an für das Gesamtbild verantwortlichen Hauptkristallen liegen nicht mit einer intensiv Bea heran, da das Endergebnis von vorneherein etwas fragwürdig ist. Aber für alle die ein bischen üben wollen könnte ein entsprechender Versuch neue Erkenntnisse liefern, die weiterführen

Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis für diejenigen mit Photoshop: bitte probiert gegen Ende der Bea in jedem Fall den Hochpass-Filter aus (genaue Beschreibung habe ich bereits geliefert); dies kann das Bildniveau nocheinmal deutlich anheben und geht relativ schnell.

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Gruss
Kalle


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#7

RE: Azurit Altenmittlau 0252

in Bewertung von Fotos 19.07.2016 07:44
von Sboernemeyer • 146 Beiträge | 514 Punkte

Danke Kalle,
So kann ich lernen :)
Aber: gerechnet hatte ich BB/100 /2

4,6mm BB / 100 = 0,046 / 2 = 0,023


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#8

RE: Azurit Altenmittlau 0252

in Bewertung von Fotos 19.07.2016 07:48
von Karlheinz Grosch • 19 Beiträge | 1480 Punkte

sorry, war gerade kein Tachenrechner in der Nähe (zwincker, zwincker) und die Stunde viel zu früh = senile Bettflucht
Gruss
Kalle


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#9

RE: Azurit Altenmittlau 0252

in Bewertung von Fotos 19.07.2016 07:57
von Sboernemeyer • 146 Beiträge | 514 Punkte

Kein Problem
Das mit der Bettflucht kann ich sehr gut nachvollziehen
Ich glaube mit Berechnung habe ich es sehr aufwendig (ja ich bin Zahlenjunkie) auf die Spitze getrieben
Mein SCHÄRFENTIEFERECHNER bezieht alle Faktoren mit ein
Man kann anhand BB (vorgenannte Faustformel), ABM, Blende, NA die Parameter errechnen
Kameradaten wie Chipdaten usw werden natürlich berücksichtigt
Ebenso die Objektivdaten
Angelehnt an Edgars Rechner nur für Zahlenjunkies noch weiter aufgebohrt
Ist noch frühe Alpha
Stelle ich aber gern künftig zur Verfügung



zuletzt bearbeitet 19.07.2016 07:58 | nach oben springen


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